Ausverkauf im AEROPARK?

(15.01.2020)

Am Dienstag den 14. Januar 2020 hat die Geschftsfhrung der thyssenkrupp Aerospace Germany GmbH ihre Belegschaft darber informiert, dass die Zusammenarbeit mit der Premium Aerotec GmbH am Standort Varel zum 31. Mrz 2021 beendet wird.
Ab Mrz 2020 sollen Verhandlungen um Interessenausgleich und Sozialplan mit den Arbeitnehmervertretern gefhrt werden. Bedroht sind 229 Arbeitspltze, fr die es derzeit nur eine unsichere Perspektive gibt.
Zwar wird die Premium Aerotec GmbH alle Mietvertrge, Vermgenswerte und den Materialbestand bernehmen, jedoch nicht die vorhandenen Arbeitskrfte.
Wir sehen hier beide Unternehmen in der Pflicht, eine ordentliche Perspektive fr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu schaffen und die Arbeitspltze in der Region zu halten so Martina Bruse, 1. Bevollmchtigte der IG Metall Wilhelmshaven
Nach Informationen der IG Metall ist Premium Aerotec derzeit auf der Suche nach mehreren neuen Dienstleistern, auf die die bisherigen Arbeitspakete der thyssenkrupp Aerospace verteilt werden sollen. Eine Verpflichtung, diese Dienstleistungen am Standort Varel zu erbringen, scheint es nicht zu geben.
In der Vergangenheit hat sich das Konzept eines zentralen Dienstleisters als Erfolg fr alle Beteiligten erwiesen. Warum die Arbeitspakete nun auf mehrere Firmen verteilt werden sollen, erschliet sich uns nicht, so Bruse weiter.
Das Standortkonzept des Aeropark Varel-Friesland ist aus einem milliardenschweren Airbus-Sanierungsprogramm Power 8 hervorgegangen. Mit Hilfe von Politik und
Einsatz von erheblichen ffentlichen Mitteln sollte der Standort Varel nachhaltig gesichert werden. Neben der Ausgliederung der heutigen Premium Aerotec GmbH aus dem Airbus-Werkverbund, ist auch ein regionales Ausbildungszentrum (AZV) und ein Forschungs- und Entwicklungszentrum (TZV) entstanden. Ebenfalls enthalten war ein zentraler Dienstleister fr das Premium Aerotec Werk.
Es bleibt derzeit die Frage offen, ob mit der aktuellen Entwicklung nicht auch das Gesamtkonzept des Aeropark in Frage gestellt wird, teilte Bruse mit.
IG Metall und Betriebsrat haben unmittelbar nach Ankndigung durch das Unternehmen Kontakt zu Kommunal- und Landespolitik aufgenommen, die auch deutlich ihre Untersttzung zum Erhalt der Arbeitspltze am Standort zugesagt haben.



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